Die Welle

Roman nach einer wahren Begebenheit von Morton Rhue

Hintergrund
Das Theaterstück basiert auf dem Drehbuch zum Film „Die Welle“ aus dem Jahr 1981, welcher wiederum auf dem Experiment „The Third Wave“ beruht, das 1967 an einer High School in Palo Alto von Geschichtslehrer Ron Jones durchgeführt wurde. Bereits 1972 erschien ein kurzer Artikel von Ron Jones unter dem Titel „The Third Wave“. Jahre später fasste Ron Jones seine Erfahrungen in dem Buch „No Substitute for Madness: A Teacher, His Kids, and the Lessons of Real Life“ zusammen.

Ausgangsmotive des Lehrers
Ausgangspunkt des Romans ist ein Film über den Holocaust, den der Geschichtslehrer Ben Ross in seiner Klasse im Rahmen des Unterrichtsblocks Zweiter Weltkrieg vorführt. Der Film stößt in der Klasse neben Betroffenheit einerseits auf Unverständnis, wie sich ein derartiges Regime etablieren konnte bzw. viele Deutsche vom Holocaust nichts gewusst hätten, anderseits sind die Schüler der Überzeugung, dass sich eine derartige Manipulation der Massen nicht wiederholen könne. Auch der Lehrer kann, wie die historische Forschung, keine präzisen Antworten auf diese Fragen geben.

"Irgend etwas störte Ben Ross. Er wußte nicht genau, was es war, aber die Fragen der Schüler nach dem Geschichtskurs hatten etwas damit zu tun. Warum hatte er den Jungen und Mädchen keine präzisen Antworten auf ihre Fragen geben können? War das Verhalten der Mehrheit während der Naziherrschaft wirklich so unerklärlich?

Konnte man es überhaupt nur an Ort und Stelle richtig verstehen? oder vielleicht dadurch, daß man eine ähnliche Situation schuf."

So entschließt sich der Lehrer ein Experiment durchzuführen: Die Welle.

„Wenn es ihm gelang, eine treffende Situation zu erfinden, konnte er damit die Schüler wirklich weit stärker beeindrucken als mit allem, was Bücher erklären konnten."

Das Experiment soll zeigen, wie Menschen durch einfache Methoden manipuliert werden können. „Die Welle“, eine autoritäre Gemeinschaft, für die der Geschichtslehrer seine Klasse zu überzeugen beginnt, stützt sich auf drei in aufeinander folgenden Unterrichtsstunden aufgestellte Prinzipien:


Die drei Prinzipien der Welle
Die erste Stufe Stärke durch Disziplin! besteht nur aus der Einübung von Disziplin und einer straffen, auf die sich autoritär verhaltende Person des Lehrers fixierte, Unterrichtsform.

In der zweiten Unterrichtseinheit Stärke durch Gemeinschaft! wird die Klasse auf ein unbedingtes, überindividuelles Gemeinschaftsgefühl eingeschworen.

In der dritten Einheit Stärke durch Handeln! verpflichtet er die Schüler auf geschlossenes Handeln der Gruppe und Egalität innerhalb der Gruppe. Dennoch, mit der Verteilung von Mitgliedskarten werden eine hierarchische Struktur und ein Überwachungssystem geschaffen.


Eigendynamische Verselbstständigung
Im Verlauf des Romans werden diese Grundsätze von den Beteiligten immer mehrverinnerlicht. Ross bemerkt, wie der vorherige Außenseiter, der Schüler Robert, sich nun integriert und besonders profiliert.


Beendigung des Experiments
Erst nachdem ein jüdischer Schüler Gewalt erfährt, weil er sich der Welle nicht angeschlossen hat, begreift Ross die Gefährlichkeit seines Tuns und sieht er ein, dass er das Experiment abbrechen muss. Es hat zu gut funktioniert.

Der Geschichtslehrer nutzt eine einberufene Vollversammlung, um der Bewegung ihre Wirklichkeit gewordene und ursprünglich für unmöglich gehaltene faschistoide Art aufzuzeigen – anstatt der erwarteten Ansprache des (nicht existenten) „Führers“ der Welle, zeigt er ein Bild Adolf Hilters und klagt die Schüler an: „Ja, ja, ihr wärt alle gute Nazis geworden.“


Die Protagonisten der "Welle"

Die Lehrer


Benjamin Wagner: Christian Eisentraut
Christie Wagner: Sabine Blassmann
Direktor Pfeifer: Jochen Rössler

Die Schüler
Laura: Helene Fresz
David:
Zackary Fry
Robert Michael Grupa
Tim: Tobias Jarnik
Sven: Michael Liebig
Eva: Anja Schäfer
Alex: Marco Zinsmeister
Amelie: Luisa Schlager
Andrea: Franziska Spies
Caro: Christina Pisarski
Paula: Sandra Koller
Markus: Jesse Stadler
Sabrina: Pia Bersdorfer

Regie: Jörg Deffner
Organisatorische Leitung: Sabine Blassmann
Souffleuse: Karin von Winter
Inspizientin: Svenja Gorgs
Technik: Ulrich Schauz von Winter & Karl-Heinz Greubel
Maske und Frisuren: Carolin Schwank & Karin von Winter
Verantwortlich: Heinz Röttenbacher & Jörg Deffner

Frage an eine Schülerin bei einer Neonazi-Demonstration in Greifswald:
„Wer demonstriert denn heute, wer hat die Zettel verteilt?“
Antwort der Schülerin: „Weiß ich auch nicht so genau, keine Ahnung.“

Das Projekt „Die Welle“ in Rednitzhembach

Mit gezielten Aktionen an Schulen, insbesondere an Grund- und Hauptschulen, versuchen die Neonazis, an Kinder heranzukommen. Unter dem Deckmäntelchen von Kinderfesten, Jugend-lagern etc. macht sich die braune Horde an die noch unbedarften jungen Menschen heran. Und genau an diesem Punkt kann man diesem Gesindel Einhalt gebieten: durch Aufklärung über die Gräueltaten, welche die Nazis unter Hitler begangen haben. Dies nicht nur an den Schulen, sondern auch mit entsprechenden Theaterstücken.

Dieses Problems nimmt sich nun das Theater Rednitzhembach mit einem gemischten Jugend- und Erwachsenen-Ensemble an. Aus der Erkenntnis, dass die Aufklärung über den Holocaust an den Schulen durchaus verbesserungswürdig ist, hat sich Spielleiter Jörg Deffner entschlossen, das Theaterstück „Die Welle“ auf die Bühne zu bringen. Ursprünglich in Amerika angesiedelt, hat Deffner das Stück in die Gegenwart nach Deutschland adaptiert und seine jugendlichen Darsteller sehr eng in das Projekt einbezogen. Diese sind nicht nur verantwortlich für ihr Aussehen und ihr Outfit auf der Bühne, auch für die Beschaffung der entsprechenden Utensilien müssen sie eigenverantwortlich sorgen. Schon bei den Proben ist festzustellen, wie emotional und intensiv die Darsteller sich in das Stück „reingefressen“ haben. Dies hat auch letztlich dazu geführt, dass die Protagonisten das Ende dieses aufreibenden Stücks selbst bestimmen können! Man darf gespannt sein . . .

Pressemitteilung

Theater Rednitzhembach erhält grandiose Unterstützung

Die Welle“ Das Theater Rednitzhembach zeigt ab dem 3. Juni 2010 seine neue Produktion „

Das Ensemble, welches aus Mitgliedern der Jugend- und Erwachsenengruppe besteht, wagt sich in diesem Jahr an ein ganz besonderes Thema. „Die Welle“, ein bildungspolitisches und zeitkritisches Stück, welches auf einer wahren Geschichte beruht, die sich in Amerika so abgespielt hat.
Ein Geschichtslehrer will seinen Schülern beweisen, dass das System des damaligen Naziregimes auch heute noch greifen kann und über kurz oder lang jeder zum „Mitläufer“ werden wird.
Das Experiment droht aus dem Ruder zu laufen, die Schülerbewegung „Die Welle“ hat katastrophale Folgen!

Unterstützung von allen Seiten

Um die Eintrittspreise für junge Zuschauer so niedrig wie möglich zu halten und so das Stück Attraktiver, hat sich das Theater Rednitzhembach auf die Suche nach Unterstützern und Sponsoren gemacht und ist schnell fündig geworden.

Die Sparkasse Rednitzhembach unterstützt das Projekt mit Euro 1500,- Die Geschäftsstellenleiterin Frau Gänbauer-Loibl war von dem Vorhaben sofort begeistert und stellte den großzügigen Betrag für Schüler und Jugendliche Besucher zur Verfügung!

Ebenso hat die Gemeinde Rednitzhembach durch den Sozial- und Kulturausschuss für die Bezuschussung von Rednitzhembacher Schülern und Jugendlichen Euro 500,- bereitgestellt.
Für Bürgermeister Spahl war es selbstverständlich dieses gesellschaftskritische Stück zu fördern.

Durch den Landrat Herbert Eckstein wurde der Verein ebenfalls mit Euro 250,- bedacht.
Das Geld wurde für ein Probenwochenende verwendet, welches im Hubert – Schwarz – Zentrum im Ungerthal stattfand.

Die Spedition GEMATRANS aus Nürnberg, vertreten durch Jochen Rößler, hat Euro 250,- für die Anschaffung neuer notwendiger Scheinwerfer für das Stück gespendet. ,

Alle jungen Schauspieler wurden von der Firma Terra X mit Kleidung ausgestattet. Der Geschäftsführer Sven Eckert war sofort bereit die nötigen Bühnenoutfits zur Verfügung zu stellen.

Allen Spendern ein herzliches Dankeschön


Mit freundlicher Unterstützung von:




Danke an alle die uns unterstützen!